Was durch die Digitalisierung auf den ersten Blick ein rein technisch-technologisch getriebener Wandel erscheint, ist bei näherem Hinsehen auch eine Reaktion auf die Veränderung der Mediennutzung: Jugendliche surfen lieber im Internet, als sich durch TV-Programme zu zappen; Selbst Senioren als treue Fernsehzuschauer sind die am schnellsten wachsende Gruppe der Web-Nutzer. Insgesamt gilt: Die Bürger möchten sie interessierende Inhalte aller Art möglichst dann konsumieren, wie und wo sie es persönlich wollen.
Die so beschleunigte Konvergenz von Fernsehen, Internet und Tele- bzw. Mobilkommunikation stellt an alle Bereiche der Medienwirtschaft ganz neue Fragen und Anforderungen. Diese stehen im Mittelpunkt des 18. Symposiums der Deutschen TV-Plattform am 29. April in Mainz. In mehreren Vorträgen stellen ausgewiesene Experten die Vielfalt der Verteilwege, neue Hybrid-Geräte, Chancen und Grenzen von Inhouse-Vernetzung sowie Trends aus Sicht der Medienforschung vor. Bei zwei Podiumsdiskussionen stehen die Verbraucherinteressen im Mittelpunkt und ein Jugendlicher der so genannten "NetGeneration" wird live seinen Alltag mit Chats, Downloads und Communities demonstrieren. „Am deutlichsten symbolisiert den Wandel“, so Gerhard Schaas, Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform, „dass die Keynote unseres traditionellen Symposiums nicht von einem TV-Mann kommt, sondern mit Florian Zink, dem Kommunikationschef von Microsoft Deutschland, von einem IT-Experten. Als Plattform sind wir geradezu prädestiniert für die Erörterung solcher Veränderungen, denn zu unseren Mitgliedern gehören Unternehmen, Organisationen und Institutionen aus allen Bereichen der TV-, Internet- und Telekommunikationsbranche.“

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